Die Wurzel ("Lakritzwurzel") enthält neben Saponinen und Flavonoiden u. a. das süßlich schmeckende Glycyrrhizin, das überschüssige Magensäure bindet, den Hustenreiz mindert und schleimlösend und auswurffördernd sowie entzündungshemmend wirkt; weitere Inhaltsstoffe der Wurzel wirken antimikrobiell.
Anwendung Süßholzwurzel hilft zum einen bei Magen-Darm-Störungen z. B. bei Magenübersäuerung; beschleunigt u. a. das Abheilen von Magengeschwüren, auch wenn diese durch Medikamente
verursacht werden, zum anderen auch bei Husten sowie bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
Zur innerlichen Anwendung kann man 3-mal täglich
eine Tasse frisch zubereiteten Tee nach den Mahlzeiten
trinken (1 TL = 3 g in 150 ml kochendes Wasser geben,
5 Minuten kochen, nach dem Abkühlen abgießen) oder Kautabletten einnehmen; die Tagesdosis liegt bei 5-15 g entsprechend 200-800 mg Glycyrrhizin.
Hinweis: Handelsübliche Lakritz enthält zwischen 30 und 500 mg Glycyrrhizinsäure pro 100 g, ab 200 mg/100 g spricht man
von »Starklakritze«; hierfür muss eine Höchstverzehrmenge
angegeben werden.
Gegenüber Medikamenten
zur Säureblockade bei Magengeschwüren haben Lakritzepräparate
den Vorteil, dass nur überschüssige Salzsäure im Magen abgefangen wird und die Säure bei Bedarf wieder zur Verfügung steht.