Die Atemtherapie meint in der konventionellen Medizin Atemgymnastik, ein Training, um möglichst optimal die gesamten Lungenbläschen zu belüften und so die Sauerstoffausbeute für die innere Atmung der Gewebe zu erhöhen.
Ganzheitliche Atemtherapie dagegen spricht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele an: Es geht darum, dem eigenen Atem zu lauschen und bewusst den eigenen Atemrhythmus zu erleben, den eigenen Körper durch Bewegung und in der Ruhe wahrzunehmen, ein Gespür für Blockaden und Verspannungen zu entwickeln und diese zu lösen sowie der Seele Raum zu geben. Ziel ist es, den Atem als Kraftquelle zu erschließen, Vertrauen in den eigenen Körper wiederzugewinnen, Beschwerden zu lindern, das eigene Wohlbefinden zu steigern und eine neue Lebendigkeit zu erfahren.
Eingesetzt wird die Atemtherapie nicht nur bei Atembeschwerden, sondern unter anderem auch bei Kreislaufstörungen, Rücken- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Stimm- und Sprechstörungen, bei Erschöpfungs- und Spannungszuständen, Ängsten, Nervosität, depressiven Verstimmungen und Schlafproblemen.