Psychotherapie stellt ein Heilverfahren zur Behandlung von psychischen Störungen, wie Ängsten, Depressionen oder Psychosen dar. Oft wird eine Psychotherapie begonnen, wenn sich Menschen in einer psychischen Krise befinden. Im Gespräch mit einem Psychotherapeuten/einer Psychotherapeutin können Konflikte systematisch analysiert und Lösungsansätze entwickelt werden.
Die ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten dürfen, wenn sie mit den Krankenkassen abrechnen wollen, derzeit drei psychotherapeutische Verfahren anwenden:
a) Verhaltenstherapie
b) Psychoanalyse
c) tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Wird ein Psychotherapeut/eine Psychotherapeutin gewählt, der/die ein anderes Verfahren anwendet (z.B. Systemische Psychotherapie, Körperorientierte Psychotherapie, Gestalttherapie oder Hypnotherapie), muss diese Leistung in der Regel privat bezahlt werden.
Weitere Informationen sind über den
Psychotherapie-Informations-Dienst des Berufsverbandes der Psychologen erhältlich.
Der Sinn einer Psychotherapie ist somit nicht die Behandlung der HIV-Erkrankung, sondern eine Therapie der psychischen Begleitsymptomatik und damit eine Verbesserung der gesamtem Lebensqualität. Wird über eine Psychotherapie wieder Sicherheit und Halt im Leben gefunden, kann dies auch dazu führen, dass die durch Stress verursachten, zusätzlichen Belastungen des Immunsystems verringert werden.