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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Kalzium (Calcium)

Funktion:
Calcium (auch: Kalzium) ist erforderlich für die Mineralisation von Knochen und Zähnen, die Blutgerinnung und Muskeltätigkeit (einschließlich der Herztätigkeit) sowie für verschiedene Funktionen der Zellen; es sorgt außerdem für die Weiterleitung von Signalen im Nervensystem.

Vorkommen:
Reichlich enthalten ist Calcium in Milch- und Milchprodukten, in einigen Gemüsesorten sowie in Nüssen und Sesamsaat; auch Mineralwasser kann ein guter Calcium-Lieferant sein. Der Tagesbedarf liegt normalerweise bei etwa 1000 mg.

Symptome und Ursache für Mangel an Calcium:
  • Erhöht ist der tägliche Calciumbedarf in der Wachstumsphase, bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Frauen nach den Wechseljahren (bis zu 1500 mg nach Empfehlung der amerikanischen Gesundheitsbehörden).
  • Calciummangel kann zu Osteoporose führen, weil der Körper dann auf das in den Knochen gespeicherte Calcium zurückgreift: Die Knochensubstanz schwindet, Knochen können eher brechen. Osteoporose tritt vor allem in höherem Alter auf. Zurzeit wird untersucht, ob die HIV-Infektion oder HIV-Medikamente dazu führen, dass Osteoporose bei Menschen mit HIV/Aids etwas häufiger auftritt. Eine ausgeglichene Calciumzufuhr und Vitamin-D-Zufuhr wirken einer Osteoporose entgegen.

    Vorsicht! Überdosierung:
    Bei zu hoher Calciumdosierung über längere Zeit kann es zur Bildung von Nieren- und Harnsteinen kommen - generell sollten Menschen mit einem erhöhten Risiko für Harnsteine darauf achten, viel zu trinken (mindestens drei Liter Flüssigkeit am Tag).
    Info+ Durchfall gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen der HIV-Therapie und tritt vor allem bei Einnahme von Protease-Inhibitoren auf; meist bessert er sich aber nach den ersten 4 Wochen der Medikamenteneinnahme. Bei Durchfällen, die durch Proteaseinhibitoren verursacht werden, hat sich die Einnahme von Kalzium als hilfreich erwiesen (allerdings gibt es hierzu widersprüchliche Studienergebnisse, s.u.).

    Literatur
    Keine Wirkung von Kalzium auf den Durchfall (infolge Protease-Inhibitor Nelfinavir):
    The use of calcium carbonate in nelfinavir-associated diarrhoea in HIV-1-infected patients. S Jensen-Fangel; HIV Medicine, Volume 4 Issue 1 Page 48 - January 2003
    Günstige Wirkung von Kalzium auf den Durchfall (infolge Protease-Inhibitoren):
    The efficacy of calcium carbonate in the treatment of protease inhibitor-induced persistent diarrhea in HIV-infected patients. Turner MJ, HIV Clin Trials. 2004 Jan-Feb;5(1):19-24.