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Wie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?
Eisen (Ferrum)
Funktion:
Eisen ist für viele Körperfunktionen wichtig, den Sauerstofftransport im Blut, die Muskelaktivität und Zell- sowie Enzymfunktionen und Funktionen des Immunsystems.
Vorkommen:
Es ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, jedoch meist in geringen Mengen. Hohen Eisengehalt haben z. B. Hirse, Sojabohnen, Weizenkeime, Linsen, Pfifferlinge, Roggenkorn und Schweineleber. Muskelfleisch hat hingegen nur einen geringen Gehalt. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 10-15 mg.
Eisen aus tierischen Lebensmitteln kann der Körper besser verwerten als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Tipp: Ascorbinsäure (Vitamin C) steigert die Fähigkeit des Körpers, Eisen aufzunehmen (deshalb z. B. Obst ins Müsli, Gemüse zum Fleisch).
Ursache und Symptome für einen Mangel an Eisen:
Nimmt man viele Ballaststoffe und Calciumsalze zu sich, erniedrigen sie die Eisenaufnahme, ebenso wie die Gerbsäure in Tee oder Kaffee. Auch bei Einnahme von Medikamenten wie Tetracyclinen (Breitband-Antibiotika), Kortison oder der Anti-Baby-Pille, bei Entzündungen der Darmschleimhaut kann die Aufnahme deutlich behindert werden.
Einen erhöhten Bedarf haben Schwangere und Stillende; bei Frauen kann es außerdem durch die Menstruation zu einem Eisenmangel kommen.
Eisenmangel führt zu Blutarmut mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Mattheitsgefühl, Kollapsneigung, Herzbeschwerden, Temperaturempfindungsstörungen und Störungen des Immunsystems. Erste Zeichen eines Eisenmangels sind meist Rhagaden (Einrisse) der Mundwinkel.
Vorsicht!
Leber enthält zwar viel Eisen, aber leider auch Giftstoffe, Schwermetalle und Hormone - man sollte daher am besten auf sie verzichten.
Bei chronischer Nierenfunktionsstörung darf kein Eisen zusätzlich verabreicht werden.
Vorsicht! Info+ Ein im Blut nachgewiesener Eisenmangel muss nicht bedeuten, dass dem Organismus Eisen fehlt, sondern kann auch auf eine Eisenfehlverwertung hindeuten. Daher sollte stets auch die Eisenspeicherung durch Ferritin gemessen werden, denn bei einer Eisenverwertungsstörung (z. B. bei chronischer Hepatitis, der Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose, Alkoholismus oder Krebserkrankungen) kann die Einnahme von Eisen Organschäden verursachen. Inwieweit es auch bei HIV zu einer solchen Eisenverwertungsstörung kommt, ist umstritten, es wird aber davon abgeraten, ohne nachgewiesenen Mangel im Eisenspeicher zusätzliches Eisen, z. B. in Form eines "normalen", sprich: eisenhaltigen Mineral- oder Multivitaminpräparates, zu sich zu nehmen.