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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Zink (Zink)

Funktion:
Zink ist wichtig für zahlreiche Enzymfunktionen, Hormonwirkungen (u. a. Sexualität und Wachstum) sowie für das Immunsystem (Aktivität der T-Helferzellen und der Killerzellen) und die Zellteilung. Außerdem ist es an der Insulinspeicherung, der Spermienproduktion und der Wundheilung beteiligt.

Der Tagesbedarf liegt bei etwa 7-10 mg.
Ursache und Symptome für einen Mangel an Zink:
Zu Zinkmangel kommt es bei uns vor allem bei erhöhtem Alkoholkonsum, Entzündungen, chronischen Darmerkrankungen, Operationen, in der Schwangerschaft sowie bei Veganern.

Ein längerer und ausgeprägter Mangel kann zu Wundheilungsstörungen, Infektanfälligkeit, Appetitverlust und Hautveränderungen, aber auch zu Depressionen und Libidoverlust führen.
Niedrige aber auch zu hohe Zinkspiegel können sich schädlich auf das Immunsystem auswirken.

Vorkommen:
Reichlich enthalten ist Zink in Innereien, Geflügel und Fleisch, Milchprodukten, Schalentieren wie Austern oder Garnelen, Getreide und Hülsenfrüchten.
Zink aus tierischen Lebensmitteln kann besser verwertet werden als Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Tipp: Durch das Schälen von Getreide geht ein erheblicher Teil der zinkreichen äußeren Schalen verloren; deswegen nach Möglichkeit häufiger Vollkornprodukte essen.

Anwendung Bei der Einnahme von Zink-Präparaten sollte aber eine tägliche Dosis von 15mg nicht überschritten werden.

Vorsicht! Überdosierungen durch normale Nahrungsaufnahme, z. B. in Gegenden mit hohem Konsum von Austern und anderen Schalentieren, sind nicht bekannt. Allerdings sollte bei einer Zinkzufuhr (vor allem, wenn sie in hohen Dosen erfolgt), darauf geachtet werden, dass das Zink-Kupfer-Gleichgewicht im Körper nicht zu stark zu ungunsten des Kupfers verschoben wird.

Antibiotika bilden mit Zink zusammen im Magen-Darm unlösliche Komplexe, wodurch die Antibiotika nicht mehr ausreichend vom Körper aufgenommen werden können - und unzureichend wirken. Um ausreichende hohe Blutspiegel der Antibiotika zu erreichen, ist es sinnvoll, diese Medikamente 2 Stunden vor bzw. erst 4-6 Stunden nach der Zinkaufnahme einzunehmen.

Vorsicht! Info+ Nicht nur zu niedrige Zinkspiegel, sondern auch zu hohe Zinkspiegel (durch zu hohe Dosierung) wurden mit einem ungünstigeren Verlauf der HIV-Infektion in Verbindung gebracht.
Info+ Eine kleine klinische Studie gibt Hinweise darauf, dass eine niedrig dosierte Zinkergänzung die infektiösen Erkrankungen bei HIV-infizierten Menschen evtl. mindern könnte.

Literatur:
1. Siberry GK, Ruff AJ, Black R. Zinc and human immunodeficiency virus infection. Nutr Res 2002;22:527-38.

2. Biesalski, et al.: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag. 2. Auflage, 1999.

3. Polk RE, Healy DP, Sahai J, et al. Effect of ferrous sulfate and multivitamins with zinc on absorption of ciprofloxacin in normal volunteers. Antimicrob Agents Chemo-ther 1989;33:1841-4.

4. Neuvonen PJ. Interactions with the absorption of tetracyclines. Drugs 1976;11:45-54.

5. Lomaestro BM, Bailie GR. Absorption interactions with fluoroquinolones. 1995 up-date. Drug Saf 1995;12:314-33.