Aloe vera ist ein farbloser gallertartiger Extrakt aus dem inneren Blattgewebe der Aloe barbadensis, der reich ist an den Vitaminen A, C, E, B1, B2, B12 sowie Spurenelementen und Enzymen.
Die Pflanze wächst vor allem in Westindien und den subtropischen Gebieten Amerikas.
Anwendung Äußerlich angewendet regt Aloe vera Gel die Regeneration der Haut an; sie wurde schon von Nofretete und Kleopatra zur Körperpflege benutzt. Eingesetzt wird sie bei schlecht heilenden (feuchten, oberflächlichen) Wunden und Geschwüren; bei Hautentzündungen nach einer Strahlentherapie; bei Analfissuren und Hämorrhoiden; dazu trägt man 1-3-mal täglich 5%-ige Aloe-vera-Creme dünn auf.
Beim Innerlich angewendeten Aloe-vera-Saft wirken die in Aloe vera enthaltenen Saponine schleimlösend und stillen so den trockenen Hustenreiz.
Außerdem können sie durch Inaktivierung des Verdauungsenzyms Pepsin bei nüchternem Magen Beschwerden durch eine Magenentzündung oder Geschwüre lindern.
Geschichte:
Aloe Vera soll mythischen Ursprungs sein: So gibt es Überlieferungen, die besagen, dass die Aloe aus dem versunkenen Kontinent Atlantis stamme. Indische Mythen erzählen sogar, dass sie aus dem Garten Eden zu den Menschen gebracht wurde. Was auch immer der Wahrheit entspricht, gesichert sind folgende Angaben: 5.000 Jahre alte ägyptische Aufzeichnungen berichten über Anwendungen mit Aloe Vera. Ihre Spuren finden sich in Wandmalereien der Tempel und den Gräbern der Pharaonen. Sie galt als "Pflanze der Unsterblichkeit" oder als "Blut der Götter".
Literatur:
1. Brinker F.: Herb Contraindications and Drug Interactions. 2nd ed. Sandy, OR: Eclectic Medical Publications, 1998.
2. Lee A, Chui PT, Aun CST, et al. Possible interaction between sevoflurane and Aloe vera. Ann Pharmacother 2004;38:1651-4.