Die Anwendung der Weidenrinde geht bis in die Antike zurück; seit dem 16. Jahrhundert wird sie als Fiebermittel eingesetzt. Hauptwirkstoff ist das Salicin, das im Körper zu Salicylsäure umgebaut wird. Es hat antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung und senkt das Fieber; die außerdem in der Weidenrinde enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend (zusammenziehend).
Anwendung Weidenrinde wird zur Behandlung leichter fieberhafter Erkältungskrankheiten sowie bei chronischen Schmerzen (z. B. Rückenschmerzen, Rheuma) und bei Kopfschmerzen eingesetzt. Man kann z. B. 3-5 mal täglich 1 Tasse Tee trinken (1 g fein geschnittene oder grob gepulverte getrocknete Weidenrinde mit 150 ml kaltem Wasser ansetzen, bis zum Kochen erhitzen und nach 5 Minuten abgießen) oder Extrakte einnehmen (je nach Schmerzstärke 60-240 mg Salicin pro Tag).