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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



weidenrinde |
Weidenrinde (Salix alba)

Die Anwendung der Weidenrinde geht bis in die Antike zurück; seit dem 16. Jahrhundert wird sie als Fiebermittel eingesetzt. Hauptwirkstoff ist das Salicin, das im Körper zu Salicylsäure umgebaut wird. Es hat antientzündliche und schmerzlindernde Wirkung und senkt das Fieber; die außerdem in der Weidenrinde enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend (zusammenziehend).

Anwendung Weidenrinde wird zur Behandlung leichter fieberhafter Erkältungskrankheiten sowie bei chronischen Schmerzen (z. B. Rückenschmerzen, Rheuma) und bei Kopfschmerzen eingesetzt. Man kann z. B. 3-5 mal täglich 1 Tasse Tee trinken (1 g fein geschnittene oder grob gepulverte getrocknete Weidenrinde mit 150 ml kaltem Wasser ansetzen, bis zum Kochen erhitzen und nach 5 Minuten abgießen) oder Extrakte einnehmen (je nach Schmerzstärke 60-240 mg Salicin pro Tag).

Vorsicht! Weidenrinde sollte bei Aspirin-Allergie, Asthma, Magenproblemen, Diabetes, geringer Thrombozytenzahl und Leber- bzw. Nierenerkrankungen aufgrund der Wirkung der Salizylsäure in der Weidenrinde vermieden werden.

Allergische Reaktionen sind möglich; nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten.


Möglicherweise können Zubereitungen aus Weidenrinde aufgrund des Gerbstoffgehalts die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen;Weidenrinde daher am besten nicht ohne ärztlichen Rat anwenden.

Literatur:
Boullata JI, McDonnell PJ, Oliva CD. Anaphylactic reaction to a dietary supplement containing willow bark. Ann Pharmacother 2003;37:832-5.