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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Cimicifuga racemosa |
Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)

Der Wurzelstock der Traubensilberkerze enthält Inhaltsstoffe mit östrogenähnlichen Eigenschaften und Wirkungen.

Anwendung Traubensilberkerze wird bei Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden (prämenstruelles Syndrom, Regelschmerzen) eingesetzt, wobei sich eine Besserung meist erst nach 2-4 Wochen einstellt. Bei etwa 75 % der Frauen in den Wechseljahren werden Beschwerden wie z. B. Hitzewallungen, Schlaflosigkeit oder Nervosität gemindert, sodass meist keine weitere Behandlung notwendig wird. Die Tagesdosis liegt bei 40 mg Droge (als Auszug).

Vorsicht! Bei bestimmten Formen des Brustkrebses wird das Wachstum des Krebses durch Hormone beschleunigt. Die Frage, ob die pflanzlichen Hormone genauso (oder gegensätzlich) auf einen hormonrezeptorabhängigen Krebs wirken, ist noch unklar.

Traubensilberkerze verursacht gelegentlich Magenbeschwerden.

Nicht länger als 3-6 Monate am Stück anwenden (dann pausieren oder absetzen).

Die Europäische Arzneimittelbehörde warnt vor Leberschäden, die in Zusammenhang mit der Einnahme von Traubensilberkerze-Präparaten aufgetreten sind. Mehr zur Warnung vom Juli 2006 .
Vorsicht! Info+ Nehmen sie Traubensilberkerze-Präparate nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin ein, wenn sie als chronisch Kranker Medikamente einnehmen, die die Leber belasten oder schädigen können!

Kombinationspräparate, die neben Traubensilberkerze Johanniskraut enthalten, sind aufgrund der Wechselwirkung von Johanniskraut mit Protease-Inhibitoren und NNRTIs in der HIV-Therapie kontraindiziert. (siehe Johanniskraut)!

Andere Bezeichnungen:
Silberkerze
Wangenkraut
Wanzenkraut

Literatur:

Zum Kombinationspräparat (mit Johanniskraut): Mostert K, Langmann P, Winzer R et al: Antikoagulantien and Lopinavir-Therapie - TDM und Verlauf unter Einnahme eines Kombinationspräparates mit Hypericin. Abstract 124 präsentiert auf dem deutsch-österreichischem Kongress 2003, Hamburg.