Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse, die ganze Pflanze enthält eine gelblichweiße, ätzende Milch. Medizinisch verwendet wird das im Frühherbst gesammelte und getrocknete, brennend scharf schmeckende und widerlich riechende Kraut. Aufgrund der vielen darin enthaltenen Alkaloide wirkt es krampflösend und gallefördernd.
Anwendung Eingesetzt wird Schöllkraut bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darm-Trakts, und zwar fast nur noch in Fertigpräparaten (häufig kombiniert mit Löwenzahn, Schafgarbe oder Wermut).
Andere Bezeichnungen:
Drudenmilch
Gilbkraut
Schwalbenkraut
Warzenkraut
Literatur:
Stickel F, Poschl G, Seitz HK, et al. Acute hepatitis induced by Greater Celandine (Chelidonium majus). Scand J Gastroenterol 2003;38(5):565-8.
BfArM-Warnungen: Schöllkraut-haltige Arzneimittel zur inneren Anwendung