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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Matricaria recutita |
Kamille (Matricaria)

Schon seit der Antike schätzt man die Kamille, deren Blüten neben ätherischem Öl unter anderem auch Flavonoide und schützende Schleimstoffe enthalten. Sie wirken entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell durch Anreiz der Fresszellaktivität und heilend bei Zahnfleisch- und Schleimhautentzündungen, aber auch bei Akne, Pickeln und offenen Wunden.

Anwendung Bei Krämpfen und Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich (z. B. Magenentzündung mit Erbrechen) trinkt man 3- bis 4-mal täglich zwischen den Mahlzeiten je 1 Tasse frisch zubereiteten Tee (1 gehäuften EL = 3 g getrocknete Kamillenblüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 5-10 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Sieb abgießen).

Das Ganze kann man morgens auch als »Rollkur« anwenden: 1 Tasse Tee trinken und dann je 10 Minuten auf dem Rücken, dann auf der linken Körperseite, auf dem Bauch und zuletzt auf der rechten Körperseite liegen bleiben, um alle Magenwände zu benetzen.

Einen Aufguss von 3-10 g Kamillenblüten auf 100 ml kochendes Wasser kann man bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens einsetzen (mehrmals täglich mit Wasser spülen oder gurgeln), aber auch bei Hautentzündungen (Umschläge).

Für Bäder und Spülungen bei entzündlichen Veränderungen im Anal- und Genitalbereich verwendet man 5 g Blüten (oder 0,8 g Extrakt) auf 1 l Wasser als Badezusatz.

Mit der gleichen Menge kann man bei Erkältungen auch inhalieren.

Vorsicht! Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütengewächse (z. B. Arnika, Löwenzahn, Margerite, Ringelblume, Schafgarbe).

Kamille am besten nicht selbst sammeln, da sie oft neben ähnlich aussehenden Kamillearten wie z. B. der Hundskamille steht, die zu allergischen Reaktionen führen können (die sind bei der echten Kamille selten).

Da Kamille-Inhalationen die Schleimhäute austrocknen, sollte man beim nächsten Mal mit 0,9%-iger Kochsalzlösung inhalieren (dann wieder mit Kamille usw.).