Der Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen; der Samen enthält etwa 40 % fettes Öl (neben den ungesättigten Fettsäuren Linol-, Linolen- und Ölsäure auch gesättigte Fettsäure), Vitamine, 25 % Eiweiß und 25 % Ballaststoffe, vor allem saure und neutrale Schleimstoffe. Sie wirken schleimhautschützend und darmregulierend, indem sie Wasser binden, aufquellen und so durch Dehnungsreize die Darmbewegung anregen.
Anwendung Medizinisch angewendet wird Leinsaat bei Verstopfung; dazu nimmt man über längere Zeit regelmäßig 2- bis 3-mal täglich 1 EL ganzen oder leicht gequetschten, aber nicht geschroteten Samen (gequetschter Samen quillt schneller auf, die freigesetzten Fette wirken als »Gleitmittel« für die Nahrung) mit etwa 150 ml Wasser ein und trinkt am besten gleich noch ein Glas Wasser hinterher (täglich mindestens 2-3 l trinken!). Bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut 2- bis 3- mal täglich 1 EL ganze oder leicht gequetschte Leinsaat in 150 ml Wasser quellen lassen und einnehmen. Äußerlich kann man Leinsamen gegen örtliche Entzündungen wie etwa Rosacea oder Neurodermitis einsetzen, z. B. als Breiumschlag: 125 g Leinsamenpulver mit 1 Tasse heißem Wasser zu Brei verrühren und in ein Tuch einschlagen als Kompresse; alternativ Leinsamen aufkochen, abgießen und ein Tuch in dem Sud tränken.
Andere Bezeichnungen:
Flachsbeere