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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



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Leinsamen (Linum)

Der Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen; der Samen enthält etwa 40 % fettes Öl (neben den ungesättigten Fettsäuren Linol-, Linolen- und Ölsäure auch gesättigte Fettsäure), Vitamine, 25 % Eiweiß und 25 % Ballaststoffe, vor allem saure und neutrale Schleimstoffe. Sie wirken schleimhautschützend und darmregulierend, indem sie Wasser binden, aufquellen und so durch Dehnungsreize die Darmbewegung anregen.

Anwendung Medizinisch angewendet wird Leinsaat bei Verstopfung; dazu nimmt man über längere Zeit regelmäßig 2- bis 3-mal täglich 1 EL ganzen oder leicht gequetschten, aber nicht geschroteten Samen (gequetschter Samen quillt schneller auf, die freigesetzten Fette wirken als »Gleitmittel« für die Nahrung) mit etwa 150 ml Wasser ein und trinkt am besten gleich noch ein Glas Wasser hinterher (täglich mindestens 2-3 l trinken!). Bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut 2- bis 3- mal täglich 1 EL ganze oder leicht gequetschte Leinsaat in 150 ml Wasser quellen lassen und einnehmen. Äußerlich kann man Leinsamen gegen örtliche Entzündungen wie etwa Rosacea oder Neurodermitis einsetzen, z. B. als Breiumschlag: 125 g Leinsamenpulver mit 1 Tasse heißem Wasser zu Brei verrühren und in ein Tuch einschlagen als Kompresse; alternativ Leinsamen aufkochen, abgießen und ein Tuch in dem Sud tränken.

Vorsicht! Nicht anwenden bei Darmverschluss, Verengungen der Speiseröhre oder des Magen-Darm-Kanals, bei Schluckbeschwerden und bei akuten Entzündungen von Speiseröhre, Magen und Darm.

Nicht einsetzen, wenn gleichzeitig Arzneimittel genommen werden, welche die Darmtätigkeit hemmen (z. B. Opiumtinktur gegen Durchfall).

Äußerlich nicht bei nässend-eiternden Wunden anwenden; diese vielmehr ärztlich behandeln lassen.
Vorsicht! Info+ Wie auch bei anderen Quellstoffen empfiehlt es sich, einen Abstand von mindestens 2 Stunden zur Einnahme von Medikamenten (HAART, Antibiotika) einzuhalten, damit deren Aufnahme nicht durch die Quellstoffe beeinträchtigt wird.

Andere Bezeichnungen:
Flachsbeere