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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Verhütung mit Hormonen unter "Schonung" der Leber

Wie kann man die Wechselwirkungen zwischen der HAART und Hormonen in der Leber vermeiden?

Wenn HIV-positive Frauen Hormone einnehmen (zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden oder als zusätzliche Verhütungsmethode), so ist aufgrund von Wechselwirkungen mit der antiretroviralen Therapie die Antibabypille problematisch: Die Hormone der Antibabypille gelangen vom Darm über die Pfortader direkt in die Leber und dort kommt es zu Wechselwirkungen mit den HIV-Medikamenten. Folge: die Verhütung wird unsicher oder die antiretrovirale Therapie leidet unter der Hormoneinnahme.
Die Leber tut dabei nur ihren Dienst: sie verarbeitet und "entgiftet" alles, was auf dem Blutweg aus dem Magen-Darm-Trakt kommt, bevor das Blut nach der Leberpassage die Körperzellen erreicht. Folge dieser Entgiftung: nur ein kleiner Teil der Hormone aus der Pillen erreichen überhaupt ihren Wirkort, die Körperzellen. Der größte Teil wird von der Leber abgebaut (Wechselwirkungen mit der HAART) und ausgeschieden.

Kann man die Leber umgehen? Problemloser sind Hormone, die nicht zuerst über den Darm in die Leber kommen. Man kann Hormone auch in die Spirale (wird in die Gebärmutter eingesetzt) oder in implantierbaren Stäbchen packen. Von dort werden sie kontinuierlich über Monate in die Blutbahn abgegeben. Sie gelangen von dort zuerst in die Körperzellen (wo sie wirken!) und dann erst an ihren Abbauort, in die Leber. Zuerst an den Wirkort, dann an den Abbauort: das ist eigentlich die richtige Reihenfolge. Dadurch werden deutlich weniger Hormone benötigt, die Belastung der Leber sinkt, es gibt weniger Wechselwirkungen mit der HAART.

Andere Probleme und Risiken:
Stäbchen: Im Oktober 2005 wurde bekannt, dass die Schwangerschaftsverhütung mit implantierbaren Hormonstäbchen aus anderen Gründen (Stäbchen lassen sich nicht mehr wiederfinden, wirken unsicherer) problematischer ist, als bisher angenommen.

Hormonspirale: Im Juni 2007 wurde bekannt, dass die Verhütung mit der Spirale problematischer ist als bisher angenommen (Kontraindikation bei geschlechtshormonabhängigen Tumoren, Gefahr der Perforation der Gebärmutterwand bei Einlage der Spirale und erhöhtes Risiko für Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter). Die Firma Schering änderte daher die Gebrauchsinformation und versendete einen Rote-Hand-Brief an Ärzte, um über die neue Risikobewertung zu informieren.

Beispiel 1: Hormone senken HAART-Spiegel
Die Hormone können die antiretrovirale Therpie (mit Aprenavir) ungünstig beeinflussen.

Beispiel 2: HAART erhöht Hormonspiegel
Die antiretrovirale Therapie kann die Wirkung der "Pille" verstärken.

Beispiel 3: HAART senkt Hormonspiegel
Die antiretrovirale Therapie kann die "Pille" unwirksam machen.

Wie sieht es mit den pflanzlichen Hormonen aus?
Heilkräuter, z.B. die Traubensilberkerze, können "Phytohormone" enthalten.