Bei Einnahme von HIV-Medikamenten kommt es häufig zu Störungen
des Fettstoffwechsel, vor allem zu erhöhten Blutfettwerten, die möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall).
Bei starker Erhöhung der Blutfette wird der Arzt/die Ärztin ggf. vorschlagen, die Therapie auf andere HIV-Medikamente umzustellen oder blutfett-senkende Medikamente einzusetzen.
Was kann man selbst tun, um die Blutfettwerte zu senken?
Sinnvoll ist es, »mehrgleisig« vorzugehen, also die
Ernährung umzustellen (hier sollte man sich kompetent beraten lassen)
und sich mehr zu bewegen (Ausdauersport kann nachweislich zur besseren
Verbrennung der Fette beitragen).
Die "Kräuterapotheke" hält z. B. Artischocke und Knoblauch bereit
(Warnhinweise für die Einnahme von Knoblauch beachten!). Allerdings gibt es keine Studien, die bei HIV-positiven Menschen den Nutzen von Artischocke oder Knoblauch belegen.
Das "ungünstige" Cholesterin LDL wird durch milde Ausleitung mit
Flohsamen und Kleie im Darm gebunden.
Omega-3-Fettsäuren in (Fischöl) können ebenfalls zur Regulation des Fettstoffwechsels beitragen.
MED INFO
Die AIDS-Hilfe Köln gibt ein übersichtliches und gut verständliches Heft zu Fettstoffwechselstörungen heraus. Das Heft erklärt die wichtigsten Blutfette und ihre Bedeutung für Folgeerkrankungen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Behandlung der Fettstoffwechselstörungen aufgezeigt. Das Heft kann als Druckausgabe bei der Deutschen AIDS-Hilfe bestellt werden und steht als PDF zum Download bereit.