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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Vitamin B1 (Thiamin)

Funktion:
Vitamin B1 ist wichtig für den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel; es ermöglicht Reaktionen, die Kohlenhydrate verwerten - der Bedarf steigt also, wenn viel Energie benötigt wird, z. B. beim Leistungssport. Darüber hinaus ist es für die Funktion von Nervensystem und Herzmuskel von Bedeutung und verhindert den Aufbau giftiger Nebenprodukte beim Stoffwechsel, die Herz und Nervensystem schädigen würden. Da es wasserlöslich ist und im Körper nicht gespeichert werden kann, muss man es kontinuierlich zuführen.

Vorkommen:
Vitamin B1 kommt hauptsächlich in Hefe (Bierhefe oder medizinischer Hefe), Fisch, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Melasse, Weizenkeimen, ungeschältem Reis, Schweinefleisch (je magerer das Fleisch, desto weniger Schadstoffe enthält es übrigens) und Geflügel vor. Den Tagesbedarf von etwa 1-1,5 mg deckt man z. B. durch etwa 70 g Cornflakes, 100-150 g Nüsse oder Schweinefleisch, 200 g Vollkornreis (von poliertem Reis dagegen bräuchte man 1000 g!) oder 300 g Scholle.
Vitamin B1wird durch Hitze und Sauerstoff leicht zerstört; bereits bei üblicher Verarbeitung in der Küche kommt es zu Verlusten zwischen 20 und 40 %.

Vorsicht! Info+ Überdosierung:
  • Sehr hohe Gaben des Vitamins (in Form eines Vitamin-B-Komplexes) können allerdings ebenfalls eine Polyneuropathie verursachen; die Einnahme sollte daher mit dem behandelnden HIV-Arzt abgesprochen werden.
  • Hoch dosierte B-Vitamine führen häufig zu Pickeln, die aber wieder verschwinden, sobald sich der Körper auf die hohe Dosis eingestellt hat. Beginnt man allerdings einige Monate später eine HIV-Therapie mit einem oder mehreren Medikamenten, die Hautausschläge verursachen können (z. B. Viramune®), und machen sich dann nach kurzer Zeit wirklich Nebenwirkungen an der Haut bemerkbar, werden die meisten Patienten und Ärzte dafür die HIV-Medikamente verantwortlich machen und diese absetzen, wenn die Nebenwirkungen zu stark sind und andauern. Kaum jemand denkt dabei daran, dass die Medikamenten-Nebenwirkung nur der Tropfen war, der das durch die Vitamin-B-Einnahme bis oben hin gefüllte Fass zum Überlaufen gebracht hat. Eine "unkontrollierte" Vitamineinnahme kann auf diese Weise also sogar die Dauerhaftigkeit der HIV-Therapie gefährden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dem behandelnden Arzt die Einnahme solcher Substanzen mitzuteilen - sonst hat er oder sie keine Chance, die Ursache der Nebenwirkung woanders als beim HIV-Medikament zu suchen.
Info+ Mangel an Vitamin B1:
  • Alkoholkonsum, Rauchen, Stress, chronische Erkrankungen erhöhen den Bedarf an Vitamin B1.
  • Ein Mangel an Vitamin B1, z. B. durch anhaltend hohen Alkoholkonsum oder die Einnahme von Antibiotika oder Östrogenpräparaten, kann zu Nervenschädigungen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Reizbarkeit, Herzschwäche, Schwellungen der Beine und Appetitlosigkeit führen. Da auch manche HIV-Medikamente eine Polyneuropathie verursachen können, sollte (neben der Reduzierung des Alkoholkonsums, denn Alkohol schädigt die Nerven) auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B1 geachtet werden.