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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 wird zur Bildung von roten Blutkörperchen und anderen Körperzellen benötigt, ist wesentlicher Bestandteil der DNA und der Hülle der Nervenfasern, spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel (u. a. bei der Eisenverwertung) und ist mit von der Partie, wenn Muskeln Energie speichern.

Zu einer Vitamin-B12-Unterversorgung kann es bei Veganern kommen (die weder Fleisch noch Fisch, Milchprodukte oder Eier zu sich nehmen), ebenso bei Vegetariern, bei Menschen mit chronischen Magenschleimhautentzündungen (das kommt insbesondere im Alter häufig vor) und bei Alkoholikern.

Ein Mangel an Vitamin B12 kann zu neurologischen Störungen, Störungen der Blutbildung und auch zu Magendrücken oder Gedächtnisschwäche führen; die körpereigenen Reserven reichen allerdings im Allgemeinen für drei bis fünf Jahre.

Vitamin B12 findet sich in allen tierischen Nahrungsmitteln, vor allem in Leber, Fisch, Fleisch, aber auch in Eiern sowie Milch und Milchprodukten, in Spuren auch in fermentierten nicht-tierischen Nahrungsmitteln wie Sauerkraut und Bier. Der Tagesbedarf von etwa 3 mg wird z. B. durch ca. 100 g Lachs, 750 ml Milch oder 2 Eier erreicht.

Anwendung Eine zusätzliche Vitamin-B12-Gabe kann bei chronischen Durchfällen und peripheren Neuropathien in Betracht gezogen werden. Aufgrund der schlechten Aufnahme von Vitamin B12 bei starken Durchfällen ist eine intramuskuläre Injektion effektiver. Die unbedenkliche Dosis liegt bei 100 ug/Tag.

Vorsicht! Zwar enthält Leber große Mengen Vitamin B12 (siehe Tabelle), doch reichern sich in ihr auch Schwermetalle, Tiermedikamente, Giftstoffe und Hormone an - man sollte daher am besten auf sie verzichten.

Info+ Vitamin-B12-Unterversorgung tauchte bei HIV-infizierten Patienten auf, bei denen starke Durchfälle (z.B. eine Cryptosporidium Infektion) oder eine chronische Dünndarmentzündung die Absorption von Vitamin-B12 beeinträchtigten.

Es gibt Berichte darüber, dass die zusätzliche Gabe von Vitamin B12 teilweise periphere Neuropathien und Demenzzustände verbessern konnte.

Mit der Einführung der HAART wurden bei weniger Patienten niedrigen Vitamin B12 -Spiegeln gemessen als im Vergleich zu Patienten ohne HAART. Der Start einer HIV-Therapie war assoziiert mit erhöhten Vitamin-B12 Spiegeln. Wahrscheinlich spielen ein verbesserter Ernährungszustand, weniger chronische Durchfälle und eine intaktere Dünndarmflora eine große Rolle für die bessere Resorption von Vitamin B12 .

Literatur:
1. Tang AM, et al.: Micronutrients: current issues for HIV care providers. AIDS 2005, 19: 847-861.
2. Miller TL, Gorbach SL: Nutritional Aspects of HIV Infection. Arnold Verlag. 1. Auflage 1999.
3.Tang AM, Graham NM, Chandra RK: Low serum vitamin B-12 concentrations are associated with faster human immunodeficiency virus type 1 (HIV-1) disease pro-gression. J Nutr 1997;127(2):345-51.
4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: D-A-CH Referenzwerte für Nährstoffe. Frankfurt/Main: Umschau-Braus-Verlag 2000.
5. Lechl P: Mikronährstoffe Wie wichtig einst und jetzt? Projekt Information Jahrgang 13, Nr. 4, August 2005.