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Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C ist für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen wichtig; so unterstützt es z. B. die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, wenn es gleichzeitig mit ihnen aufgenommen wird.
Außerdem ist es beteiligt an der Hormonsynthese und der Produktion von Kollagen, das für gesunde Haut, Knochen, Knorpel, Zähne und Zahnfleisch wichtig ist und auch eine bedeutende Rolle bei der Heilung von Wunden und Verbrennungen spielt, regt die Bildung der Entgiftungsenzyme der Leber an, wirkt auf die Eiweißsynthese und wirkt als Antioxidans.

Erhöht ist der Bedarf an Vitamin C bei psychischem Stress, starker körperlicher Belastung, großem Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen, bei Krankheiten sowie bei Frauen, die hormonell verhüten. Auch bei chronischem Alkoholkonsum und starkem Rauchen braucht der Körper mehr Vitamin C (ca. 150 mg/Tag).

Eine Unterversorgung mit Vitamin C führt zu Erschöpfung, Gelenk- und Gliederschmerzen, Leistungsabfall, Schleimhautblutungen, Zahnfleischentzündungen, Hautveränderungen, Wundheilungsstörungen und Infektanfälligkeit.

Vitamin C ist sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff und Hitze. Durch lange Lagerung, starkes Wässern, lange Garzeiten und Warmhalten geht ein Großteil des Vitamins verloren.

Ascorbinsäure ist vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, besonders reichhaltig in schwarzen Johannisbeeren, Zitrusfrüchten, Sanddorn, Paprika und Fenchel, aber auch in Kartoffeln, Kohlgemüse, Spinat und Tomaten. Der Tagesmindestbedarf eines/einer Gesunden von etwa 75 mg (besser wahrscheinlich: 120-150 mg) ist z. B. enthalten in 50 g Paprika, 60 g Rosenkohl, 80 g Fenchel oder 150 g Spinat. Vitamin C wird rasch wieder mit dem Urin ausgeschieden, daher ist es bei erhöhtem Verbrauch (Erkrankungen) günstig, 3- bis 4-mal täglich Vitamin-C-haltige Nahrung zu sich zu nehmen (z. B. Obst, Hagebuttentee).

Anwendung Wer zur Stärkung der Infektabwehr Vitamin C einnehmen möchte, sollte eine Dosierung unter 1000 mg/Tag wählen.

Vorsicht! Ein kurzfristiges Zuviel an Vitamin C (z. T. auch therapeutisch eingesetzt, dann allerdings intravenös verabreicht) ist normalerweise nicht schädlich, da es über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Wird Vitamin C dagegen langfristig in hoher Dosis zugeführt, kann dies die Nierensteinbildung fördern und außerdem abführend wirken. Empfohlen wird, über einen längeren Zeitraum nicht mehr als 1000 mg/Tag zu sich zu nehmen.

Die Verwendung von Antioxidantien wie Vitamin C in der Chemotherapie wird kontrovers diskutiert. Es gibt Bedenken, dass Antioxidantien die Aktivität von Chemothera-peutika, welche freie Radikale produzieren wie z. B. Cyclophosphamid, Chlorambucil, Carmustin, Busulfan, Thiotepa und Doxorubicin, senken. Auf der anderen Seite dis-kutieren einige Forscher die Theorie, dass die Antioxidantien die Effektivität einer Chemotherapie erhöhen können, da sie den oxidativen Stress mindern, was sich günstig auf den Zelltod von Krebszellen auswirken kann. Welche Auswirkungen die Antioxidantien wie Vitamin C auf die Chemotherapie haben, muss noch weiter er-forscht werden. Den Patienten wird empfohlen, vor der Einnahme von Vitamin C ih-ren Onkologen zu konsultieren, insbesondere bei hohen Dosierungen [Literatur: 1-3].
Vorsicht! Info+ In einer kleinen Studie mit 7 gesunden Personen wurde festgestellt, dass die Einnahme von 1000 mg Vitamin C nach nur wenigen Tagen den Blutspiegel des HIV-Medikaments Crixivan® um ca. 20% senken kann. Zwar kann man das Studienergebnis nicht verallgemeinern oder ohne weiteres auf andere Protease-Hemmer übertragen, doch zeigt es immerhin, dass es nicht unbedenklich ist, Vitamine überdosiert einzunehmen (manche HIV-Patienten nehmen bis zu 3000 mg/Tag Vitamin C!) [Literatur: 4].

Weitere Untersuchungen wurden zusammen mit Vitamin E durchgeführt. Diese befinden sich unter der Rubrik Vitamin E.

Literatur:
1. Labriola D, Livingston R. Possible interactions between dietary antioxidants and chemotherapy. Oncology 1999;13:1003-8.
2. Prasad KN. Rationale for using high-dose multiple dietary antioxidants as an ad-junct to radiation therapy and chemotherapy. J Nutr 2004;134:3182S-3S.
3. Conklin KA. Cancer chemotherapy and antioxidants. J Nutr 2004;134:3201S-3204S.
4. Slain D, et al. Effect of high-dose vitamin C on the steady-state pharmacokinetics of the protease inhibitor indinavir in healthy volunteers. Pharmacotherapy 2005 ;25(2):165-70.
5. Biesalski, et al.: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag. 2. Auflage, 1999.