Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphathaushalt des Körpers, dient also der Härte von Zähnen und Knochen. Vorstufen des Vitamins können vom Körper selbst gebildet werden und müssen dann durch die Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut in die wirksame Form überführt werden (etwa 10 Minuten intensive Sonneneinstrahlung auf Gesicht und Hände täglich reichen aus).
Ist zu wenig Vitamin D vorhanden, kann der Körper nicht mehr genug Calcium und Phosphor aus dem Darm aufnehmen und holt sie sich daher aus den Knochen, die dadurch an Festigkeit einbüßen.
Die Gefahr einer Unterversorgung ist vor allem bei älteren und solchen Menschen erhöht, die nicht regelmäßig an die frische Luft gehen (z. B. in den dunklen Wintermonaten). Auch bei Erkrankungen, die die Fettaufnahme im Darm stören, kann ein Mangel entstehen, ebenso bei Einnahme von Epilepsie-Medikamenten und Schlafmitteln (Barbiturate).
Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche oder erhöhte Infektanfälligkeit (wie bei der früher häufigen Rachitis) dagegen kommen heute nur noch selten vor.
Vitamin D ist in der Nahrung begrenzt vorhanden, am meisten Vitamin D findet sich in fettreichem Fisch (Lebertran), Milchprodukten und Eiern, aber auch in Pilzen.
Anwendung Empfohlen wird, täglich mindestens etwa 5 mg zuzuführen - abhängig allerdings davon, wie oft man ans Tageslicht kommt, wie hoch also die körpereigene Produktion ist: Die Angabe von 5 mg unterstellt bereits, dass man kaum ans Licht kommt.
Literatur:
1. Tang AM, et al.: Micronutrients: current issues for HIV care providers. AIDS 2005, 19: 847-861.
2. Lechl P: Mikronährstoffe: Wie wichtig einst und jetzt? Projekt Information Jahrgang 13, Nr.4, August 2005.
3. Biesalski, et al.: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe, Thieme Verlag. 2. Auflage, 1999.