Suche:
erweiterte Suche

Drogenkonsum Diese Heilpflanzen können bei der HIV-Infektion oder der HAART problematisch sein »

HanfWie wirken Heilpflanzen, Vitamine, Mineralien? Wie kann man sie bei Erkrankungen einsetzen? Bei der HIV-Infektion, bei Virushepatitis, bei anderen Erkrankungen? Welche Nebenwirkungen, welche Wechselwirkungen sind bekannt? Welche Pflanzen sollte man meiden?



Wechseljahre

Bei schweren Erkrankungen und bei hoher psychischer Belastung treten die Wechseljahre manchmal deutlich früher ein, etwa bei Chemotherapien gegen Krebs. Auch bei Frauen mit HIV und Drogengebraucherinnen wird ein früherer Eintritt der Menopause beobachtet.

Die Hauptbeschwerden bei Wechseljahren sind Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Osteopenie und Osteoporose, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Scheidentrockenheit durch Rückbildung der Schleimhautdrüsen und verminderte Wassereinlagerung in das Gewebe.

Hitzewallungen: Hinsichtlich der am meisten beklagten Hitzewallungen (Frieren, aufsteigende Hitze, Schwitzen) empfiehlt es sich, verstärkende Faktoren wie Stress, Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Zigaretten zu vermeiden und viel frisches, Vitamin-C-haltiges Gemüse zu essen. Bewährt hat sich gegen Hitzewallungen auch die Hydrotherapie mit wechselwarmen und kalten Anwendungen (oder die Sauna): auf diese Weise wird die Fähigkeit der Blutgefäße trainiert, sich bei Kälte zusammenzuziehen und bei Wärmestau zu erweitern).

Schwitzen: Bei besonders starkem Schwitzen hat sich zusätzlich Salbei (innerlich) oder die Anwendung von Borretschöl an der Stirn und im Nacken bewährt (mindestens 2-mal täglich).

Bei Unregelmäßigen, schmerzhafte Blutungen kann man den Einsatz von Mönchspfeffer überlegen.

Scheidentrockenheit kann durch Milchsäurestäbchen (Bakterien zum Schleimhautaufbau), gebessert werden, aber auch durch Tampons, die mit Joghurt, Ringelblumensalbe (insbesondere bei kleinen Verletzungen) und Mandelöl getränkt sind. Günstig wirkt sich alles aus, was zur besseren Durchblutung des kleinen Beckens führt, z. B. wechselwarme Sitzbäder, Beckenbodengymnastik, sexuelle (Eigen-)Aktivität und Bewegung durch Yoga, Tai Qi und Ähnliches.



Der Einsatz von Hormonen zur Vorbeugung von Wechseljahrsbeschwerden ist umstritten, da diese im Rahmen einer groß angelegten amerikanischen Studie gehäuft zu Krebs führten. Ob diese Risiken auch für pflanzliche Präparate mit hormonähnlicher Wirkung, z.B. aus der Traubensilberkerze oder dem Rotklee, gelten, ist unklar.


Literatur:
HIV Infection, drug use, and onset of natural menopause. Schoenbaum EE et al. Clin Infect Dis. 2005 Nov 15;41(10):1517-24. Epub 2005 Oct 13.
zurück