Der Grüne Tee (oder Grüntee) wird aus den Blättern der Teestrauchsorten Thea sinensis und Thea assamica gewonnen. Während die Blätter des schwarzen Tees fermentiert werden, werden die Blätter des grünen Tees nur kurz erhitzt, geröstet oder gedämpft. Dadurch bleiben die Inhaltsstoffe erhalten.
Wichtige Inhaltsstoffe sind das belebende Koffein und die gesundheitsfördernden Catechine, die für den bitteren Geschmack des Tees sorgen: Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG), Epigallocatechin (EGC) und Epigallocatechingallat (EGCG).
Weitere Bestandteile sind Vitamine (A, B, C, B2, B12) und Mineralien (Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Magnesium Zink und Fluoride).
Grüner Tee oder andere koffeinhaltige Getränke steigern die Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. In Kombination mit Glucose (Zucker) wirkt das belebende Getränk vermutlich besser als Koffein bzw. Glucose allein.
Epidemiologische Daten zeigen, dass Menschen, die Grünen Tee trinken, ein geringeres Risiko haben, an Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und Herzinfarkt zu erkranken. Um die Blutfette zu senken und das "gute" HDL-Cholesterin zu steigern, sind vermutlich 10 oder mehr Tassen/Tag erforderlich. Hier sind entkoffeinierte Produkte sinnvoll. Laut Untersuchungen in China soll das Trinken von 120 - 600 ml Grünem Tee das Risiko von Bluthochdruck um fast die Hälfte reduzieren.
Nach epidemiologischen Studien soll Grüner Tee zur Verzögerung des Ausbruchs von Krebs beitragen. Ein vermindertes Risiko für Brust-, Blasen-, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs wird mit dem Grünen Tee in Verbindung gebracht. Theoretisch kann Epigallocathechin-3-O-gallat (EGCG) das Entstehen von Tumoren und Metastasen behindern oder zumindest hinauszögern. Klinische Studien zu diesem Thema laufen derzeit (Stand Januar 2007) in den USA.
Außerdem wirkt Grüner Tee günstig bei Magen-Darm Beschwerden, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen.
Koffein wirkt harntreibend bzw. nierenanregend.
Äußerlich wird Grüner Tee bei Sonnenbränden und als Kompresse bei Kopfschmerzen verwendet.
Anwendung
Eine belebende Wirkung hat der Tee, wenn man ihn 2 - 3 Minuten ziehen lässt. Nach 2 - 4 Minuten werden Gerbstoffe freigesetzt, die das Koffein binden. Der Tee wirkt nun beruhigend.
Eine Tasse Grüner Tee enthält 50 - 100 mg Koffein. Der entkoffeinierte Tee ist genauso effektiv, besitzt allerdings weniger Nebenwirkungen. Dafür sollten die Teeblätter kurz mit heißem Wasser übergossen werden und das im heißen Wasser gelöste Koffein verworfen werden. Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe sind noch enthalten, aber nur im zweiten Aufguss, nachdem man den ersten koffeinhaltigen Auf-guss verworfen hat.
In Asien sind 3 Tassen/Tag üblich, was 240 - 320 mg gesundheitsfördernder Polyphenole entspricht. Für eine geistige Leistungssteigerung sind 250 mg notwendig.
Andere Bezeichnungen:
Camellia sinensis
Thea sinensis
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