Der Rotklee wächst zwischen den Gräsern auf Feldern und Wiesen und wird als Grünfutter verwendet. Für die Medizin ist Rotklee interessant, da er besonders reich an pflanzlichen Hormonen ist.
In erster Linie sind das die Isoflavonoide Genistein und Daidzein, die den weiblichen Hormonen (Östrogene) sehr ähnlich sind. Sie zeigen zwar eine schwächere Wirkung als die körpereigenen Östrogene, können aber bei verminderter Östrogenproduktion als Ergänzung dienen. Außerdem beugen sie hormonabhängige Krankheiten vor, z.B. dem Knochenschwund im Alter.
Weitere östrogenreiche Pflanzen sind Soja, Getreide und Hülsenfrüchte.
Anwendung
Phytoöstrogene werden bei Beschwerden in den Wechseljahren (der Frau!) wie z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Nervosität mit einer Dosis von 40 - 160 mg pro Tag Rotklee-Isoflavon-Extrakt eingesetzt.
Bei Regelschmerzen wird eine Dosis von 40 - 80 mg Rotklee-Isoflavon empfohlen.
Rotklee wird auch beim Prostatakarzinom (Prostata-Ca) zusätzlich zur Krebstherapie eingesetzt, wenn keine antihormonelle Therapie erforderlich ist. Erklärung: Die Phytooestrogene (pflanzliche Östrogene) wirken hier wie Anti-Testosterone (also dem männlichen Testosteron entgegenwirkend). Prostatakarzinome werden meist antihormonell behandelt. Da der Prostatakrebs in der Regel durch Testosteron im Wachstum gefördert wird, therapiert man mit Substanzen, die Testosteron ausschalten oder die Wirkung vermindern.
Rotklee wird generell gut vertragen.
Literatur
van de Weijer P, Barentsen R. Isoflavones from red clover (Promensil) significantly reduce menopausal hot flush symptoms compared with placebo. Maturitas 2002;42:187-93.
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Atkinson C, Oosthuizen W, Scollen S, et al. Modest protective effects of isoflavones from a red clover-derived dietary supplement on cardiovascular disease risk factors in perimenopausal women, and evidence of an interaction with ApoE genotype in 49-65 year-old women. J Nutr 2004;134:1759-64.
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